Im Kreis
12/09/10
Leicht orientierungslose Rundfahrt im Kreisverkehr. Die Fortsetzung der komfortablen Schnellstraße bietet sich an – es wäre der einfachste Weg, aber er ist extrem hektisch, längere, notwendige Verschnaufpausen sind nur selten möglich. Die Seitenstraßen sind auch verlockend: zwar kaum ausgebaut, aber landschaftlich reizvoll, man spürt, dass man diese Fahrt genießen könnte. Ein Ziel ist bei keiner der Straßen erkennbar, aber eine Dauerfahrt im Kreisverkehr ist ermüdend und bringt einen auch nicht wirklich weiter. Soifz.
Meerliebe – (k)eine Erklärung
01/11/10
Warum bist du eigentlich so ein Meer-Fan?
Nun, da könnte ich jetzt erzählen, dass die große Liebe bereits bei meiner ersten Begegnung mit dem Meer – damals war ich drei – entbrannte, aber an die Besuche auf Föhr und Juist habe ich nur noch eine Erinnerung, nämlich dass ich auf dem Hinflug so viel gekräht und gebrüllt habe, dass mich der Pilot am Ende des Urlaubs auf dem kleinen Inselflughafen sofort wiedererkannte. Und diese Erinnerung habe ich auch nur aus Erzählungen – meine Ma ließ über Jahre hinweg keine Möglichkeit aus, diese Geschichte in allen möglichen – und unmöglichen – Situationen zum besten zu geben.
Die nächste Begegnung mit dem Meer geschah rund zehn Jahre später – und zwar am Mittelmeer. Oh, es war sehr angenehm: Das tolle Wetter, das Baden im Meer, die nette Vegetation und die relativ unprüde bekleidete Bevölkerung… Aber es war eben das Mittelmeer, sprich ne nette warme Pfütze mit zu sanften Wellen.

Die richtige Liebe zum Meer begann erst vor 15 Jahren, bei einem Kurztrip nach Schouwen-Duiveland, einer der Inseln in Zeeland. Seitdem war ich noch einige male dort, mal im Urlaub, häufig bei Tagestrips, und ich hoffe, eines Tages noch mal nen Ausflug dahin machen zu können.
Im Frühjahr 2001 “entdeckte” ich dann die Ostseeküste – wieder ein “neues Meer”, und erstmals wurde mir hier klar, dass ich irgendwann mal am Meer wohnen werde.

Was mir das Meer bringt? Tja, schwer zu erklären, zumal ich kaum keinerlei Motivation verspüre, auf dem Meer umherzuschippern oder im Meer zu tauchen – und außerdem keinen Fisch mag. Es ist einfach die innere Ruhe, die ich beim Betrachten des Meeres spüre, die “Erdung”, die Konzentration auf das Wesentliche. Wahrscheinlich ist das ne typische Reaktion von Menschen, die nie am Meer gelebt haben – gerüchteweise gehen Küstenbewohner nur ans Meer, wenn sie dort beruflich zu tun haben oder von ihren touristischen Gästen dazu genötigt werden.

Also – eine richtige Erklärung für meine Meerliebe gibt es nicht, wahrscheinlich können das nur die Leute nachvollziehen, die dort ähnlich empfinden wie ich. Und denen muss ich das auch nicht erklären.
Sei du selbst
03/03/11
Sei du selbst, die anderen gibt’s doch schon.
(Fundstück in der U-Bahn)





