Ehrlichkeit

09/06/2005

In unseren Breitengraden gilt es nachwievor als Tugend, zu seinen Mitmenschen ehrlich zu sein. Und das ist - die “kleinen Notlügen” mal zugestehend - auch gar nicht so schwer. Weitaus schwerer ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein. Verständlich, muss man doch sein ganzes Leben lang mit seinen Reaktionen auf die eigene Ehrlichkeit leben...


Egoistisches Single-Leben

15/06/2005

Ich durfte am Wochenende in eine für mich ungewohnte Welt eintauchen, eine Welt mit “Familiendasein”, mit unheimlich tollen aber eben auch “fordernden” Kids… Und zumindest hier konnte ich erahnen, warum für manche Menschen eigene Kinder einfach zum Leben gehören. Es war eine schöne Erfahrung, aber ich möchte sie weiterhin nur als Gast genießen. Ich freue mich über mein “Singledasein”, es ist entspannt, es ist ruhig, und ich bin allein für mich verantwortlich.

Egoismus? Mag sein. Aber lieber über die Situation nachgedacht und sich für diesen Egoismus entschieden als einen auf “Familie zu machen” weil sich “das halt so gehört”. Denn ich habe immer noch das Gefühl, dass sehr viele Kids auf diesem Planeten leben, weil die Erwachsenen sie gedankenlos in diese Welt gesetzt und jetzt eigentlich gar keine “Verwendung” für sie haben. Und das ist in meinen Augen dann nicht minder egoistisch.


Bedingte Liebe

16/06/2005

Die Eltern lieben dich, sofern du “brav” bist. Der Partner liebt dich, sofern du allein ihn anbetest. Die Kirche liebt dich, sofern du brav die Gebote befolgst.

Sorry, so geht’s nicht. Liebe ist bedingungslos, sie lässt sich nicht erpressen.


Nummer kleiner

20/06/2005

Das Lebensziel “die Welt retten” ist nicht nur unerreichbar, es ist auch unnötig. Würde jeder Mensch seinen inneren Frieden finden wäre die gesamte Welt in Frieden. Also, Lebensziel revidieren, es geht auch ne Nummer kleiner. Und das ist dann noch schwierig genug…


Angenommen, es wäre...

24/06/2005

Angenommen, du gingest zum Arzt um die Ergebnisse einer Routinekontrolle zu erfahren. Angenommen, der Arzt würde dir erzählen, du hättest nur noch wenige Wochen zu leben. Inwieweit würde sich dein Leben ändern? Was würdest du bedauern, getan oder unterlassen zu haben? Was hättest du jetzt ganz anders gemacht?

Ich weiß nicht, ob sich mein Leben sehr verändern würde. Aber ich weiß, ich wollte bewusster leben. Versuchen, jeden Augenblick wahrzunehmen, zu spüren. Nun, ich scheine zwar (relativ) gesund zu sein, aber trotzdem möchte ich so leben, als wäre dies mein letzter Tag. Denn das könnte ja durchaus so sein...


Der Fluss des Lebens

24/06/2005

Wenn Veränderungen anstehen schleicht sich gerne einmal eine (un)bestimmte Angst ein: Was wird die neue Lebenssituation bringen? Ist es der richtige Weg? Was lasse ich alles hinter mir? Welch riesiger Berg an Aufgaben liegt vor mir?

Stell dir vor, du sitzt in einem Schlauchboot und fährst den Fluss des Lebens entlang. Vor dir eine Biegung, und dahinter wartet eine neue Landschaft auf dich. Genieße die Landschaft, durch die du noch fährst, und freue dich auf neue Eindrücke, auf neue Ausblicke. Die Biegung kommt von ganz alleine. Sei aufmerksam und vertraue. Hab Vertrauen, dass diese Landschaft wieder so wunderschön ist wie die jetzige. Hab Vertrauen, dass du nach den Strömungen, die diese Biegung mit sich bringt, wieder in ruhiges Fahrwasser kommst. Vertraue auf den Fluss des Lebens, sei wachsam, aber nicht ängstlich.


Tagesaufgabe (4)

25/06/2005

Versuche einmal, einen Tag lang sämtliche Entscheidungen spontan aus dem Bauch heraus zu treffen. Reagiere ohne Für und Wider abzuwägen. Vertraue den Impulsen aus deinem Inneren. Pfeif auf political correctness, lass deine Erinnerungen beiseite. Na, schaffst du das?


Liebe

01/07/2005

Was könnte meine Art von Liebe besser beschreiben als die Reaktion von Maude, als Harold ihr seine Liebe gesteht:

"Das ist wunderschön! Geh hin und liebe noch viele andere!"


Tagesaufgabe (5)

03/07/2005

Versuche, ganz bewusst nur “heute zu leben”! Morgen ist Zukunft, vollkommen ungewiss, gestern ist Vergangenheit, nichts mehr zu ändern. Du aber lebst heute. Wie oft bist du mit deinen Gedanken wohl bei morgen? Oder bei gestern? Wie oft wirst du dir dessen bewusst? Na?


Glaube versetzt Berge

06/07/2005

Gegner der Homöopathie behaupten, dass Heilungen durch diese Heilmethode wissenschaftlich nicht erwiesen ist sondern alleine ein Placeboeffekt dafür zuständig sei. Das mag sogar sein, aber ist das relevant? Selbst wenn “nur” der Glaube zur Gesundung beiträgt - ist das nicht sogar sinnvoller als irgendwelche Chemie, die immer Nebenwirkungen hat? Nicht nur bei Heilungen findet man immer wieder Beispiele dafür, dass allein der Glaube daran die gewünschten Wirkungen erzielt. Wenn wir nun lernen an uns selbst, an unsere Fähigkeiten zu glauben - welche Möglichkeiten hätten wir auf einmal, welche Kraft wäre plötzlich in uns?

Es gibt so viele Menschen, deren Glaube “Berge versetzen” kann. Was können diese Menschen mehr als diejenigen, denen nicht so viel gelingt? Vielleicht nichts. Vielleicht ist es wirklich nichts anderes als eben dieser Glaube in sich, in seine Fähigkeiten, oder eben in “das Leben” selbst.

Glaube an dich. Glaube an deine Fähigkeiten. Glaube an dein Glück. Habe Vertrauen. Und auch du wirst Berge versetzen können!