Unterschiede
15/03/2006
Am Rechner sitzen und basteln: Vergnügen. Ein Buch lesen: interessant. Ein lustiger Abend mit Freunden: amüsant. Im Wald sitzen und Schmetterlingen zusehen: Friede!
Zeitpunkt
24/03/2006
Genieße jeden Augenblick deines Lebens. Und welcher Augenblick wäre besser geeignet damit anzufangen als genau jetzt? Es gibt keinen besseren Zeitpunkt!
Er-leben
25/03/2006
Niemand kann dir das Leben erklären - obwohl es so viele Menschen versuchen. Man kann es nur erleben. Jeder allein, ganz für sich. Du kannst dein Leben erleben. Und selbst dann könntest du es nicht erklären… Spüre dein Leben, erlebe es. Und lass die jämmerlichen Versuche, es erklären zu wollen. Und erst recht höre nicht auf die Erklärungen anderer...
Tagesaufgabe (7)
08/04/2006
Nimm dir heute 15 Minuten Zeit, um ganz mit dir allein zu sein - kein Telefonat, kein PC, kein Gespräch, nichts lesen, nicht fernsehen, keine Musik, keine Selbstgespräche, keine Gedanken an gestern oder morgen. 15 Minuten nur ganz du selbst, ganz im Jetzt. Eigentlich sollte das nicht zu viel Zeit für dich sein. Und?
Prioritäten
04/05/2006
Suche dir während der Mittagspause, nach Feierabend oder zum Frühstück ein ruhiges Plätzchen, setze dich in die Sonne (wahlweise in den Schatten eines Baumes), sauge die Frühlingsluft auf, lausche der Stille - und frage dich, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben: Alltagsärger und -sorgen, oder die Stille dieses Augenblickes. Solltest du feststellen, dass es letzteres ist, dann verwahre das Bild gut in deinem Inneren, und hole es jedesmal zurück, wenn du dich gerade ärgerst oder sorgst…
Einfach "sein"
07/05/2006
Ich bin Türke, Deutscher, Katholik, Buddhist, verheiratet, Single, hetero, bi, Schalke-Fan, Bayern-Fan, CDU-Wähler, PDS-Wähler, Rheinländer, Westfale, Volksmusikliebhaber, Rockfan…
Katalogisierung? Zugehörigkeit? Oder doch nur Abgrenzung? Ich bin... ich bin!
Kopfkino
08/06/200
Wenn du deine Gedanken schweifen lässt befindest du dich plötzlich mitten in einem Kopfkino. Du bestimmst, welcher Film gespielt wird. Mitunter verselbständigt sich allerdings das Drehbuch, und dann kann es schnell passieren, dass aus einer Komödie eine Tragödie oder gar ein Horrorfilm wird. Achte bewusst auf den Film, und dann steuere du das Drehbuch.
Wenn du dich ganz auf das konzentrierst, was gerade passiert, dann bleibt das Kopfkino übrigens geschlossen...
Man...
23/06/2006
"Man muss doch..." "Man sollte..." "Man darf nicht..."
Man. Okay. Und was ist mit dir?
Du weißt was du willst. Und du bestimmst was du musst.
Von Fingern, Arschkarten und Fäkalienbesudelung
22/07/06
Es gibt einfach Menschen, die greifen immer wieder in die Scheiße, man könnte sogar sagen, sie ziehen die Scheiße magisch an. Irgendwann suhlen sie sich dann in ihr, ärgern sich zwar hin und wieder über den Gestank, aber eigentlich geht’s ihnen darin doch gut - klar, ist ja auch warm - weshalb sie selbst in den Situationen, in denen sie sich ob des Geruchs ärgern, ihren Vorsatz, der Scheiße nun zu entkommen, niemals wirklich ernsthaft umsetzen. So weit - so persönliches Pech. Ärgerlich ist das ganze dann aber für denjenigen, der als Fluchthelfer aus der Scheiße auserkoren ist - jedenfalls dann, wenn der Glückliche einen Funken soziales und humanes Denken im Leib hat und, statt sich schnellstens abzuwenden, zumindest den Finger reicht, auf dass der in der Scheiße Sitzende ein wenig nach Luft schnappen und sich kurz erholen kann. Denn die Fäkalbewohner haben manchmal das Talent, nicht nur den Finger, sondern die ganze Hand, den Arm, und möglichst auch den Rest zu wollen. Mitunter fordern sie den ganzen Körper - einhergehend Seele und vor allem Nerven - nachgeradezu, vielleicht gar nicht mal verwunderlich, verschwimmt doch im Morast nicht nur die eigene sondern auch die Grenze der anderen. Und flugs hat der Glückliche nicht nur die Scheiße am Arm sondern auch noch die Arschkarte am Bande, respektive am Hals und darf nun versuchen, alles wieder los zu bekommen. Natürlich geht das alles nicht ohne Schlammspritzer ab, und je länger der Arschkartenbesitzende Fluchthelfer zögert sich selbst in Sicherheit zu bringen, um so mehr Treffer der schlammigen Suppe darf er einstecken.
Nun stellst du dir jetzt vielleicht die Frage, warum denn der Arschkartenbesitzer human und sozial eingestellte Mensch nicht ernsthaft versucht, tiefer zu greifen und die Person aus der Scheiße rauszuziehen. Dann antworte ich dir: Lies den Text nochmal, vor allem
den zweiten Satz. Es sind also - mindestens - zwei Menschen vollgeschissen, wobei der Retter wider Willen unter Umständen noch gucken muss, dass nicht andere Bewohner der Jauchegrube seiner habhaft werden wollen.
Wenn die Sterne günstig stehen, dann verbindet den Jauchebewohner und den zum Retter Auserkorenen nicht bereits das - manchmal einseitig dünne - Band der Freundschaft. Dann ist die Sache zwar nicht einfach, aber unter Umständen kommt man mit nur wenigen Schlammspritzern aus ihr heraus. Glücklicherweise ist es sternenklar, und ich wollte heute Abend sowieso noch mal duschen - kann ich neben dem (Angst)schweiß ja auch noch ein wenig Scheiße abwischen...
Akzeptanz statt Toleranz
28/07/2006
Im Batzlog fand ich folgenden Eintrag:
Toleranz ist ein widerwärtiger Begriff aus der Kuschelkacke-Bewegungszeit der 70er und 80er. Toleranz ist und war immer etwas das man gewährt. Etwas daß jederzeit wieder entzogen werden kann. Solange man als Minderheit nur toleriert wird, solange sich diejenigen treuherzig auf die Schulter klopfen, weil sie ja so tolerant sind, ist wenig in den Köpfen erreicht. Toleranz ist immer begrenzt, gnädig zugestandener Almosen derjenigen die die Macht haben.
Akzeptanz ist das was uns weiter bringt. Dinge die ich akzeptiere muß ich nicht wunderbar finden, aber ich akzeptiere das es nunmal so ist. Akzeptanz kann ich nicht gewähren, denn was ich akzeptiere hat bereits die Normalität erreicht. Akzeptanz kann mir nicht entzogen werden, denn wenn jemand etwas akzeptiert hat, ist es für ihn Fakt.
Dem kann (und mag) ich eigentlich nix hinzufügen!





